Donnerstag, 17. Mai 2012

Der alltägliche Kampf

Ich kämpfe jeden verdammten Tag ums überleben und bloß nicht völlig aufzugeben.
Wenn ich mir hier so manche blogs durchlese  denke ich mir WTF.
Wisst ihr eig. wie es ist eine Essstörung zu haben. In Therapie zu müssen. Eine Betreuerin zu haben weil man alleine nicht klarkommt.
Vor fast 10 Jahren wollte ich nur dünn sein. Jetz bin ich 20 Jahre habe 5 Therapien hinter mir (stationär) bin kurz vor ner zwangseinweisung mit sonde.
Ganz ehrlich nur wenige die selber eine ES und die diagnose Anorexia nervosa haben wissen wovon ich spreche.
Jeden Morgen aufs neue die Entscheidung zu treffen will ich gesund werden oder will ich krank bleiben.
Hätte ich vor fast 10 Jahren gewusst was alles auf mich zukommt ich hätte es sein gelassen. Es ist kein Leben was man führt. Es ist eine Qual.
Natürlich ist es toll dünn zu sein. Da bin ich der selben Meinung.
Nur überlegt euch wie hoch der Preis ist. Er ist verdammt hoch.
Ich bin seit 5 Jahren in Betreuung vom Jugendamt weil ich eine zustarke Essstörung habe , deswegen kann ich nicht daheim wohnen. Ich war einmal 8 Wochen daheim es war Horror, 12 kg weniger.Wunderbar glaubt es mir.
Ich könnte euch stundenlang sagen wie es ist eine Essstörung zu haben .
Ich will nur eins:

Gesund sein und Essen genießen können ohne Kalorien zu zählen.

 Nur dann gibt es die Tage an dem ich nicht anders kann als zu erbrechen oder zu hungern.
Ich seh in die Augen meiner Mitmenschen und seh wie verzweifelt sie sind und sie sagen nur: Wir wünschen uns das  du Gesund wirst und Essen kannst.

Überlegt es euch ob ihr das alles wollt.



Kommentare:

  1. Du hast leider so verdammt Recht mit dem, was du schreibst.
    Ich wünsche dir, dass du stark bleibst und weiter gegen die ES kämpfst!
    <3

    AntwortenLöschen
  2. Ich weiß auf was du hinaus willst und ich gebe dir Recht, dass viele keine Ahnung haben wie es ist eine Essstörung zu haben, aber ich weiß es und du hast es gut beschrieben, dieser Kampf mit sich selbst, will ich nun gesund werden, oder will ich so bleiben..
    Ich wünsche dir die Kraft, dass du es irgendwann mal schaffst das Essen genießen zu können, besser gesagt dass wir es schaffen.
    Es muss bestimmt schrecklich sein mit so vielen Therapeuten um sich herum und so vielen Aufenthalten, da kann ich noch nicht wirklich mitsprechen, denn ich hatte bisher nur einen, aber wir müssen kämpfen für das Leben.
    <3

    AntwortenLöschen
  3. Danke :)
    Aber irgendwann finden auch wir den Weg wieder zurück ins Leben und ich hoffe, dass wir es dann endlich genießen können, denn das was wir gerade durchmachen, kann keiner als Leben bezeichnen, sondern eher als sterben.
    <3

    AntwortenLöschen
  4. Ich möchte dir sehr gerne ein Forum für den Austausch von Essstörungen vorstellen.

    Kennst du schon das Wasserkind?

    „Ich wünschte ich könnte träumen und im Licht baden
    Nebelschauer, von verflüchtigten Tränen umwaben!
    Ich wünschte ich könnte laufen wie Jesus auf Wasser
    Doch gleicht meine Optik eher dem Hundertwasser
    Hundert Wasser Fontänen sprießen ja nur so aus mir
    wenn ich sprechen will, die Stille, sie ist mein Haustier
    Doch stellt sie bisweilen auch meine größte Angst dar
    Wenn Wellen der Einsamkeit mich tragen zu ihm, erkannt als den Nachtmar.“

    Und weil dieses Kind schon so früh die Dunkelheit um sich herum erkannte, hat man ihm die Freiheit geschenkt, hinfort zu schwimmen. Anstatt in seinen Tränen zu ertrinken, wurde es zu einer als das Kind mit der Salzhaut. Fortan schwimmt es im Meer der Gefühle.
    Das Wasserkind hat es sich zur Aufgabe gemacht anderen Menschen zu helfen, die ein ähnliches Schicksal erleiden mussten. Es hat einen Ort geschaffen, wo man untertauchen kann und verstanden wird.
    Schreib ihm eine Flaschenpost und tauch ab in eine Welt des Verständnisses.

    http://Wasserkinder.Taistelu-Onnesta.de

    AntwortenLöschen